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Inland
16.08.2026
17.08.2026 07:45 Uhr

Fürstenhaus stellt Thronfolge neu auf

Erbprinz Alois verkündete bei seiner Ansprache am Staatsfeiertag die Gleichstellung der weiblichen Nachkommen. Bild: Screenshot landeskanal.li
Künftig entscheidet allein die Reihenfolge der Geburt, nicht mehr das Geschlecht. Frauen erhalten zudem gleiche Mitwirkungsrechte im Haus.

Wie Erbprinz Alois in seiner Ansprache anlässlich des Staatsfeiertags bekannt gab, hat die Familie eine umfassende Novellierung des Hausgesetzes beschlossen. Künftig sollen alle Frauen in hausgesetzlichen Fragen dieselben Mitwirkungsrechte erhalten wie die männlichen Familienmitglieder. Damit verbunden ist eine grundlegende Änderung der Thronfolge.

Gleichstellung der weiblichen Nachkommen

Das jeweils erstgeborene Kind soll unabhängig davon, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist, künftig Thronfolgerin beziehungsweise Thronfolger und später Fürstin oder Fürst von Liechtenstein werden.

Die bisher geltende männliche Primogenitur, also das Erstgeburtsrecht, wird durch die absolute Primogenitur ersetzt. Das bedeutet: Entscheidend ist künftig somit nicht mehr das Geschlecht, sondern die Reihenfolge der Geburt.

Die Reform ist das Ergebnis einer langjährigen innerfamiliären Diskussion. Sie steht zugleich für den Versuch, Tradition und Erneuerung miteinander zu verbinden.

Tradition bewahren, Zukunft gestalten

Bewährte Strukturen sollen erhalten bleiben, gleichzeitig wird die Rolle der Frauen innerhalb des Hauses rechtlich auf eine neue Grundlage gestellt, so der Erbprinz in seiner Ansprache.

Nicht das Geschlecht soll über die künftige Aufgabe entscheiden, sondern die Stellung innerhalb der Generationenfolge und die Vorbereitung auf die damit verbundenen Pflichten.

Ein Signal für die Zukunft

Mit der Gleichstellung der weiblichen Nachkommen vollzieht das Fürstenhaus eine bedeutende Modernisierung seines Hausgesetzes. Es verbindet mit der Reform gesellschaftliche Weiterentwicklung mit dem Anspruch, die historische Kontinuität zu bewahren.

pd/red
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